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IT 50plus und MMB-Institut starten empirische Studie auf der Suche nach "gutem E-Learning" für erfahrene IT-Fachkräfte

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Work-Life-Balance und IT: Dreamteam oder Ding der Unmöglichkeit?

Welche Chancen hat Work-Life-Balance in der IT-Branche und wo sind die Barrieren? Zu Zeiten des Neuen Marktes und trendiger IT-Start-ups war es Mode, die beiden Sphären „Arbeiten“ und „Leben“ einander so nahe zu bringen, dass durch das Aufstellen von Loungesofas und Billardtischen im Büro die Arbeit selber zum neuen oder zweiten zu Hause werden sollte. Heutzutage kommen wieder stärker die Möglichkeiten von sinnerfüllten Zeiten außerhalb von Erwerbstätigkeit in den Blick - eine ausgewogene Work-Life-Balance ist für die meisten IT-Beschäftigten dennoch nicht in Sicht.

Beide Komponenten  - life und work - stehen für eine Reihe von komplexen Zusammenhängen. Die Balance kann als gestört gelten, wenn über einen längeren Zeitraum, Anforderungen aus beiden Sphären miteinander konkurrieren oder kollidieren. Gerade im IT-Bereich sind Dissonanzen weit verbreitet.

  • Vorherrschend sind bis heute überlange Arbeitstage und Mehrarbeit.
  • Ungeregelte Arbeitsverhältnisse wie Befristungen, Zeitarbeit und freie Mitarbeit fordern von den Beschäftigten eine hohe Flexibilität, ohne im Gegenzug einen Ausgleich in Form von Phasen der Entspannung, Regeneration und Entlastung zu erhalten, z. B. durch eine Auszeit auf Zeit.
  • Trotz ihrer großen Anstrengungen fühlen sich zahlreiche IT-Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nur unzureichend wertgeschätzt und geraten in „Gratifikationskrisen“.

Viele Wissensarbeiter und Wissensarbeiterinnen beklagen negative gesundheitliche Effekte ihrer Arbeit, wie Müdigkeit, Nervosität, chronische Erschöpfung bis Burn-Out. Umgekehrt sind langfristige Berufsperspektiven bei IT-Mitarbeitern eher selten. Ein Problem-Indikator ist auch der geringe Anteil von weiblichen Beschäftigten in der Branche.

Für die Unternehmen sind die Vorteile von Work-Life-Balance-Konzepten auf mehreren Ebenen ablesbar: im Innenverhältnis in der Positivwirkung auf die Loyalität und Bindung der Belegschaft, auf die allgemeine Motivation und durch die mögliche Burn-Out-Prävention, Arbeitskrafterhalt und alternsgerechte Arbeitszeitgestaltung. Die Erweiterung von Work-Life-Balance-Spielräumen kommt dabei anderen Lebensinhalten zugute, die sich ebenfalls positiv im Berufsleben bemerkbar machen, wie z. B. bei Weiterbildungsvorhaben im Sinne des Lebenslangen Lernens. Im Außenverhältnis steigt  die Attraktivität für potentielle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Schließlich unterstreicht Work-Life-Balance das Image eines zeitgemäßen Unternehmens.

Ansprechpartnerin

Dr. Barbara Siemers
Kontakt


 

Last Update: 30.07.2010 | © 2007 by IT 50plus | info@it-50plus.org
Last Update: 30.07.2010 | © 2010 by IT 50plus | info@it-50plus.org